Evangelium-vom-Tag.de

Tägliche Betrachtung zu den liturgischen Tageslesungen.
(Ein kleines Projekt zur Neuevangelisierung - nicht nur im Jahr des Glaubens)
Das Angebot richtet sich an Menschen, die dem Wort Gottes eine angemessene, längere Zeit widmen möchten - es ist also kein schnelles "Mc-Evangelium" im "Fastfood-Trend", sondern will zu intensivem Betrachten anregen. Die Gedanken hier sind dabei nur anfanghafte Impulse zum tieferen Eintauchen in den Reichtum des Wortes Gottes.
Gottes Segen allen Besuchern.

Auf vielfache Bitten hin haben nun die Vorbereitungen begonnen, die fortlaufenden Betrachtungen in Buchform zu fassen und für den Druck aufzubereiten. Aus Urheberrechtsgründen sind daher nur nur noch Leseproben hier veröffentlicht. Voraussichtliches Erscheinungsdatum des ersten Bandes ist noch nicht festgesetzt.

Dienstag, 11. Dezember 2012

Advent 2. Woche - Dienstag

Trost im liebenden Arm 

Advent 2. Woche - Dienstag

1. Lesung:       Jes 40, 1-11
Antwortpsalm: Ps 96 (95), 1-2.3 u. 10ac.11-12.13 (R: vgl. Jes 40, 10)
2. Lesung:       
Evangelium:    Mt 18, 12-14
Direkt zum      Schott-Messbuch

Die heutige Lesung gehört zu den schönsten Stellen der heiligen Schrift, denn in ihr hören wir die eindringliche, liebevolle und zärtliche Stimme Gottes. Der Prophet wird zum sanften, sehnsuchtsvollen Ruf des ewigen Vaters, der in großem Mitleid und rührendem Erbarmen bis in unsere Zeit hinein, bis in unser persönliches Jetzt klingt. In einer Welt, die täglich voller grausamer Schlagzeilen, voller Katastrophenmeldungen, Anklagen und Elend ist, ruft der Prophet die heilsamen Worte der Verheißung hinaus in den Strom der Vergänglichkeit. Er kündet vom unvergänglichen Plan des Heiles, von der zarten Liebe des Schöpfers und des göttlichen Herzens - hinein in das Dunkel der Welt. "Tröstet, tröstet mein Volk ... Redet Jerusalem zu Herzen."

Wie unbegreiflich und berührend ist doch diese ewige Güte, die sich nach Trost für das Geschöpf sehnt, das sich selbst verstümmelt und selbst quält, in der Folge der Sündenschuld, die Tod und Elend bringt. 
Gott ist nicht der stumme Zuschauer, der strafend jeden Widerspruch niederschmettern und niederzwingen will, ... wo der Ungehorsam und die Sünde alles verdunkeln ...!
Gottes Herz ist voll Mitleid, voll Sehnen nach der Heilung für all diese tiefsten Wunden seines geliebten Geschöpfes.

"Tröstet, tröstet mein Volk ..." 
Dieser Ruf fordert auch uns auf, dass wir zum Trost für die Welt werden - in Gottes Namen. 

Hier geht es nicht nur darum, dass wir selbst auf Trost hoffen dürften, sondern das ist ein mächtiger Auftrag für ein priesterliches, prophetisches Volk von Erben, zu dem wir in der Heiligen Taufe geworden sind. 
Es ist der Aufruf Gottes heute an uns, dass auch wir Tröster werden!
Es ist der göttliche Ruf, dass wir den Menschen in Gottes Namen, in der Kraft des Heiligen Geistes und in der Vollmacht des göttlichen Wortes zu Herzen reden und die Erlösung verkünden!
Gott ruft uns, dass wir sein Volk trösten sollen!

Wir sind es, die nicht zu Dienern des Anklägers werden sollen, sondern zum Trost Gottes in dieser Welt.
Wir sind es, die nicht nur jammern und klagen sollen, sondern trösten und ermutigen in Gottes Namen.
Wir sind es, die nicht nur für sich etwas beanspruchen und haben wollen, sondern die aus der Fülle der Liebe Gottes empfangen, um weiter zu schenken, wo die Not am größten ist.
Wir sind es, die nicht den düsteren Prognosen und Statistiken wie Göttern huldigen dürfen, sondern die in gesundem Realismus der Realität der Gnade den Vorrang geben und immer mit Gottes Hilfe rechnen, wo die Welt nur Berechnungen ohne Wunder kennt.
Wir sind es, die gegen alle Verzweiflung und Wunden, gegen alle Sündenfolgen und alle Wüsten dieser Welt den heiligen Trost, die begründete Hoffnung auf Heil und den Plan der Erlösung verkünden dürfen.


"Tröstet, tröstet mein Volk, spricht euer Gott. Redet Jerusalem zu Herzen und verkündet ..."

Statt das Volk Gottes mit negativen Schlagzeilen zu entmutigen, sind wir gerufen, zum Trost den Heilsplan Gottes verkünden!
Statt das Volk Gottes sich selbst zu überlassen und seinem armen Menschenwerk, das zu retten versucht, was noch zu retten ist, sollen wir wieder der Gnade und der Vergebung Gottes den ersten Platz einräumen und unseren Blick erheben, damit wir Hilfe von oben erfahren.
Statt alles immer nur argumentativ und rein verstandesmäßig, steril und neutral zu verpacken, sollen wir die heilige Botschaft der Erlösung wieder zu den Herzen tragen, zu den Herzen sprechen, das eigene Herz berühren und bewegen lassen und in Gottes Kraft die Herzen der Menschen anrühren.
Statt zu betonen, wo wir überall bedrängt, gefangen, eingeschränkt, angegriffen, missverstanden ... sind, dürfen wir verkünden, dass Gott uns frei macht, uns vergibt, uns in die Weite seiner Allmacht führen, uns verteidigen und in Liebe umfangen will, ...!

Was für ein Auftrag, was für ein Aufruf schon wieder allein in den ersten zwei Sätzen der unglaublich reichen Lesung heute aufstrahlt, wie ein mächtiges Leuchtfeuer inmitten der Nacht dieser Welt.
"Tröstet, tröstet mein Volk, spricht euer Gott. Redet Jerusalem zu Herzen und verkündet ..."

Advent ist eine Zeit der Erwartung und Umkehr.
Immer wieder hören wir im Advent aus dem Buch Jesaja von den Tälern, die sich heben sollen, den Bergen und Hügeln, die sich senken mögen, dass die Verkrümmung gerade werde und das Gleichmaß einer Ebene entstehen darf.
Im Heiligen Bußsakrament will uns Gott in besonderer Weise mit dem Wunder beschenken, dass das schier Unmögliche erfahren lässt:
Die Täler unserer sündhaften Angewohnheiten, des Selbstmitleides, der Tiefen unseres Egoismus ... will Gott durch die Vergebung auffüllen. 
Die Berge unseres Stolzes, unserer Überheblichkeit und Kritiksucht, ... unserer unstillbaren Gier nach "Mehr" und "Besser-haben-wollen" ... will Er abtragen und auf ein gesundes Ebenmaß bringen.
Das Krumme soll gerade werden, unsere inneren "Ich-Verkrümmungen", unsere narzistischen, selbstverliebten Gewohnheiten, unsere rein weltlich verbogenen Ziele, die den Weg nach oben und den Ewigkeitsblick verloren haben, unsere verbogenen, verkrümmten Halbwahrheiten, die oft schlimmer sind, als glatte Lügen, die man leicht erkennen könnte, ... 
Gott möchte uns aufrichten von unserer Sucht nach Wohlhaben, nach Anerkannt-werden und Bequemlichkeiten, aus unserer Niedergeschlagenheit, dem Weltschmerz, dem Negativismus, ... und all der Unterdrückung durch Sünde und Gottvergessenheit.
All die Hügel und "Müllberge" unserer Lügenkonstrukte, unserer unvergebenen Schulden, unserer angeblich "kleinen und harmlosen Schwächen", ... all die Hügel unserer Nachlässigkeiten und Versäumnisse, unserer vorgeschobenen Prioritäten und aufgeschütteten Ausreden, ... sollen sich ebnen und im heiligen Maß Gottes, in der Vergebung und in der göttlichen Ordnung den Blick wieder freigeben, das Ziel wieder erkennen lassen und uns innerlich wieder Weite und Weitblick erlauben ...!

Unzählige Deutungen sind in den mächtigen Bildern der heuten Lesung verborgen und wollen sich uns offenbaren, wenn wir uns jener heiligen Glut aussetzen und im Licht der Gnade, im Schweigen und inneren Horchen in die Betrachtung eintauchen.

Wann haben wir das Geschenk der Vergebung im Sakrament der Versöhnung zuletzt empfangen - das vernachlässigte, ignorierte ... Sakrament des Trostes, der Erneuerung, das Sakrament der Heilung und der "wiedergefundenen Freude"? 
Gerade die heilige Beichte ist das göttliche Geschenk, das all diesen Verheißungen heute in besonderer Weise Leben schenkt, wenn wir im Trost der Vergebung und in der neuen Beauftragung und Fülle der Gnade zu Kündern berufen werden! Die Vergebung bahnt auf unaussprechlich mächtige Weise den Weg für den Herrn, macht die Wüste fruchtbar, füllt den Mangel auf, nimmt die Hindernisse und Felsen fort, die uns den Blick versperren und nur unnötig Kraft auf dem Weg in ihrer Überwindung kosten ...!

Vor allem, wenn wir die Erlösungsgnade ernst nehmen und nicht nur um sie wissen, von ihr theoretisch reden und über sie nachdenken, ... sondern wenn wir sie in aller Demut und Hoffnung, in allem Vertrauen und Gehorsam in besonderer Weise auch im Sakrament der Buße empfangen, dann dürfen wir erfahren, was Jesaja sagt: "Dann offenbart sich die Herrlichkeit des Herrn,"

Wenn wir Gott ernst nehmen - wenn wir Jesus und sein Leben, Sterben am Kreuz und seine Auferstehung ernst nehmen - dann nehmen wir auch voll Ehrfurcht und Dank die Gabe der Vergebung an (ohne Ausreden und ohne "Wenn und Aber")

"Eine Stimme sagte: Verkünde! Ich fragte: Was soll ich verkünden?"
Was sonst könnten wir den Menschen verkünden - wenn nicht das Höchste: die Erlösung und Vegebung?
Was bliebe von der Botschaft des Evangeliums übrig, wenn wir den Aufruf zur Umkehr und die Wahrheit von Sünde und Erlösung nicht mehr verkünden und bezeugen wollten?
Welche Wunder wären noch wirklich von Bedeutung, wenn nicht das Wunder der Liebe Gottes, der Mensch wurde, für uns starb und auferstand, ... damit wir das ewige Leben haben, das uns die Sünde geraubt hat ...?
Alles Andere ist vergänglich, nachrangig, unwichtig oder gar nebensächlich. 

Die Kirche Gottes ist erwählt, Botin der Freude zu sein und sie ist erhoben auf den Berg, der in Christus Jesus alles überragt. Sie ist auf dem Felsengrund gebaut, der ewig ist!
Die heilige Kirche Gottes darf ihre Stimme mit Macht erheben, denn ihr ist das göttliche Wort im vielfachen Sinn anvertraut!
Sie trägt das Wort der Verkündigung, lebt im göttlichen Wort in Person, in Jesus Christus, den sie in den heiligsten Sakramenten schenken darf.
Sie ist gerufen und ruft selbst in Gottes Namen das göttliche Wort in die Welt hinaus.
Die heilige Kirche Gottes darf in ihrer Verkündignung nur eine Furcht kennen: die heilige, mutige, alles überwindende und wunderwirkende Gottesfurcht
Niemand Anderem, als Gott allein ist sie Rechenschaft schuldig und verpflichtet und nichts und Niemanden sollte sie fürchten, weil sie Gottes geliebte und erwählte, geheiligte und erlöste Braut ist.
"Steig auf einen hohen Berg, Zion, du Botin der Freude! Erheb deine Stimme mit Macht, Jerusalem, du Botin der Freude! Erheb deine Stimme, fürchte dich nicht! Sag den Städten in Juda: Seht, da ist euer Gott."

Nur in Ansätzen können wir hier erste, kleine Erwägungen anregen - doch wie reich will diese Lesung sich entfalten, wenn wir sie wahrhaft innig im Licht der Gnade länger betrachten, so dass sich das Wort uns offenbart und erschließt, wo wir jetzt nur einen Vorgeschmack finden.

Wir sind berufen, das Wort Gottes so sehr in uns lebendig werden zu lassen, dass wir zu einem Rufer in der Wüste dieser Welt werden, dass wir Trost werden, Zuversicht schenken, Hoffnungsträger und Boten des Heiles werden.
Wir sind berufen, zu verkünden, denn das ist der erste Auftrag des Herrn: Verkünden und Zeugnis geben, damit das Heil empfangen werden kann, das Gott der ganzen Schöpfung schenken will.

Wie sehr dürfen wir das Leben Gottes in den Tod dieser Welt hinein-sprechen, hinein-künden, hinein-rufen, hinein-beten, hinein-glauben, hinein-hoffen, hinein-lieben!

Dann werden wir zu jenen gehören, die mit den Heiligen Engeln gemeinsam alles aus Gottes Hand empfangen, alles in die Hände Gottes legen und dann werden wir jubelnd zusehen dürfen, wie der Herr mit starkem Arm herrscht und auf seinen Armen der Siegespreis und die Geretteten heimgetragen sind.
Alle, die Gott gewonnen hat, werden vor ihm herziehen!
Auch wir dürfen vor ihm hergehen, dürfen ihm die Blumen unserer Liebe, unseres Opfers, unserer Bemühungen, unseres Gehorsams, der Verkündigung, ... auf den Weg streuen, und wie "Blumenkinder" die Hochzeit des Lammes ehren, den Weg schmücken ...!
"Seht, Gott, der Herr, kommt mit Macht, er herrscht mit starkem Arm. Seht, er bringt seinen Siegespreis mit: Alle, die er gewonnen hat, gehen vor ihm her. Wie ein Hirt führt er seine Herde zur Weide, er sammelt sie mit starker Hand. Die Lämmer trägt er auf dem Arm, die Mutterschafe führt er behutsam."
Die Kleinen werden getragen, die "Mutterschafe" führt er selbst! Was für Bilder, was für gewaltige, tröstliche, hoffnungsfrohe Symbole hier aufstrahlen.

Wie sehr kann in der Betrachtung dieser wunderbaren Geheimnisse doch unser Herz dann mit dem Antwortpsalm aufjubeln! 
Jesus erzählt im Heiligen Evangelium ein Gleichnis, das so gar nicht in die Logik unserer Welt passen will.
Wie kann der Hirte ganze 99 Schafe alleine lassen, der Gefahr aussetzen und einfach losgehen, um ein einziges Schäfchen zu suchen?
Wie kann es sein, dass die "Braven" weniger Freude verursachen, als so ein "Ausreißer"? In unserer Welt zählt doch eher die Masse und da opfert man leicht den Einzelnen. Hier sagt Jesus, dass die 99 zurück gelassen werden auf den Bergen und dass der Hirte das Verlorene sucht und sich unglaublich freut, wenn er es findet. Wie soll man das verstehen? 

Die Heiligen im Himmel sind gleichsam wie die neunundneunzig Schafe, die man zurück lassen kann. Die, die bereits gerettet sind, die auf den Bergen zurück bleiben können und dort sicher sind, sie sind so sehr geliebt, dass jedes von ihnen schmerzlich vermisst wäre, wenn es sich verliefe. 
Die Liebe ist so groß, dass sie nicht ungerecht bevorzugt, sondern gerade weil sie so groß ist, jedes Einzelne Schaf so sehr mit Sehnsucht und von Herzen sucht!

Gott liebt den Menschen so sehr, dass er alles verlässt, den Himmel verlässt, ... um das Verlorene zu suchen.
Wir sind damit gemeint! 
Wir sind es, die in unwegsamen und gefährlichem Gelände leben - mitten in einer Welt voller Gefahr!
Wir sind es, die unterwegs sind in der Unwegsamkeit der Gottferne und Verlorenheit dieser Welt und durch unsere Sünde die heilige Gemeinschaft verlassen, uns in den Schluchten, ... unseres Egoismus, unserer Triebhaftigkeit, unserer Unfreiheit und all den Sündendornen verlieren, die oft ziellos durch die Gefahren des Lebens stolpern.

Wie groß muss die zärtliche Liebe des Hirten sein, dass ihm das einzelne Schicksal von so großer Bedeutung ist?

Gott geht uns nach, ruft uns, versucht, uns zu liebevoll anzulocken, ... um uns die Geborgenheit seiner Hirtensorge neu zu schenken, um unsere Wunden zu heilen, die wir uns täglich gerissen haben, um uns auf dem Arm nach Hause zu bringen ...

Niemand ist zu gering, zu klein, zu unbedeutend, als dass er nicht vom Vater im Himmel über alles geliebt und ersehnt wäre!
Im Bild der Hirten finden wir mehrere Bilder:
  1. Da ist sowohl Jesus selbst, der "Gute Hirt", der Herr 
  2. als auch die Heiligen Engel und ihr Dienst, wenn sie gesandt sind, die geliebten Kinder Gottes gleichsam auf den Armen der Gnade wieder zurück zu tragen und die uns helfen sollen 
  3. als auch die heilige Kirche Gottes, die besonders im priesterlichen im Hirtendienst den Auftrag hat, die Menschen durch Verkündigung, durch die heiligen Sakramente ... zu suchen, heim zu bringen.
  4. und nicht zuletzt wir selbst, die wir in der Hl. Taufe dazu berufen wurden, dem Herrn nachzufolgen und ihm ähnlich zu werden - auch in der Verkündigung, im Auftrag, die Schöpfung heimzu ragen, in Gebet, Opfer, Nachfolge ... 
Gott will so sehr das Heil eines jeden Einzelnen! Niemand ist zu unbedeutend oder zu klein!
Wollen wir es denn empfangen, das Heil? 
Wollen wir dem Erlöser wirklich erlauben - uns zu erlösen?
Feiern wir seine Menschwerdung und Geburt an Weihnachten, weil er kam, um uns zu befreien - und feiern wir das nicht nur punschselig in der Theorie - sondern wohl vorbereitet durch das Hl. Sakrament der Vergebung, um das Sakrament der tiefsten Einigung im Geheimnis der Hl. Eucharistie zu empfangen?

Gebet:
Komm, HEILIGER TRÖSTERGEIST, ATEM GOTTES und lebendige GLUT!
Komm, SCHÖPFERGEIST und erfülle uns,
damit wir den Trost und das Heil der Erlösung empfangen
um selbst zu Tröstern zu werden,
in DEINEM Lichtglanz und DEINER Kraft!

Erfülle uns, fülle den Mangel auf!
Bahne den Weg und wecke die Sehnsucht!
Beuge und begradige das Stolze und die "ich-Verkrümmung",
die Hindernisse überwinde, die uns den Blick in die Weite
der Liebe und der Heiligkeit versperren und uns so viel Mühe kosten,
wenn wir sie alleine überwinden wollten.

Komm, rede DU in uns, 
sei DU die Kraft der Verkündigung,
der Glanz des Zeugnisses, 
das Leben und das Wunder der Freude!

Komm und leite unsere Herzen zur Umkehr,
schenke uns Erkenntnis und und ehrliche Reue,
erneuere, heilige uns, trage uns heim!

Denn DU, o GOTT, willst selbst die Kleinsten an DEIN göttliches Herz ziehen,
willst keine Menschenseele der Verlorenheit überlassen!
Wir empfehlen DIR, liebster VATER, darum heute besonders die Kleinsten,
die Ungeborenen dieser Welt, vom ersten Augenblick ihrer Existenz an
und vor allem jene, die nicht gewollt, eingefroren,
für Versuche missbraucht oder gar vergessen und "verhütet" sind,
in all ihrer Not und aller Lebensgefahr,
in aller abgelehnten Verlassenheit und Einsamkeit.
Hole sie heim! 
Wische die Tränen ab!
Tröste DU!

Hole DU uns alle heim zu DIR, gütiger VATER,
durch das Erlöserwerk JESU CHRISTI,
in der Liebe des HL. GEISTES.
Amen.


© 11.12.2012 Michaela Voss Die Gedanken und betrachtenden Texte dieser Seiten unterliegen dem Urheberrecht und verstehen sich als persönliche und private Impulse zum Nachdenken (unbeschadet der unbeschränkten Anerkennung aller kirchlichen Lehräußerungen).

Das Jahr des Glaubens - im Licht der Heiligen Schrift - in der Liturgie der Kirche.
Wo das Wort Gottes wohnt, ist der Glaube beheimatet!
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