Evangelium-vom-Tag.de

Tägliche Betrachtung zu den liturgischen Tageslesungen.
(Ein kleines Projekt zur Neuevangelisierung - nicht nur im Jahr des Glaubens)
Das Angebot richtet sich an Menschen, die dem Wort Gottes eine angemessene, längere Zeit widmen möchten - es ist also kein schnelles "Mc-Evangelium" im "Fastfood-Trend", sondern will zu intensivem Betrachten anregen. Die Gedanken hier sind dabei nur anfanghafte Impulse zum tieferen Eintauchen in den Reichtum des Wortes Gottes.
Gottes Segen allen Besuchern.

Auf vielfache Bitten hin haben nun die Vorbereitungen begonnen, die fortlaufenden Betrachtungen in Buchform zu fassen und für den Druck aufzubereiten. Aus Urheberrechtsgründen sind daher nur nur noch Leseproben hier veröffentlicht. Voraussichtliches Erscheinungsdatum des ersten Bandes ist noch nicht festgesetzt.

Dienstag, 12. März 2013

4. Woche der Fastenzeit - Mittwoch

Selbst die Toten werden hören 

4. Woche der Fastenzeit - Mittwoch

1. Lesung:       Jes 49, 8-15
Antwortpsalm: Ps 145 (144), 8-9.13c-14.17-18 (R: vgl. 8)
2. Lesung:       
Evangelium:    Joh 5, 17-30
Direkt zum      Schott-Messbuch

Die Lesung eröffnet uns den Blick zur unüberbietbaren Gnade Gottes, der uns erhören will, wenn wir zu ihm rufen, zu ihm kommen. 
Gott spricht zum Propheten Jesaja und durch ihn zum auserwählten Volk. 
Die "Zeit der Gnade", von der hier die Rede ist - auch wir stehen mitten in dieser Zeit, die in Jesus Christus immer die "Fülle der Zeit" ist. Der Ruf des "Neuen Bundes" trifft Jesaja, ist im Erlöser vollendet und in der Teilhabe unserer Würde als Kinder Gottes gilt er der heiligen Kirche und jedem von uns im "Heute", die wir getauft sind auf den Namen Gottes. 
In uns soll "dem Land aufgeholfen sein", "das verödete Erbe des Menschen neu verteilt" werden, sollen "die Gefangenen von den Ketten der Sünde und der Knechtschaft des Bösen befreit" werden und sollen alle, die in der "Finsternis" warten, ans Licht kommen!

Es ist der tiefste Sendungsauftrag der Kinder Gottes, der hier bereits vor Zeiten in diese Welt hinein ergeht und heute unser Herz erreichen will. 
Der Ruf des Propheten aus der Vorzeit hallt in seiner Glut bis in das "Heute" unseres Lebens, um Gottes Willen zu verkünden.

Was aber ist das Land, das verödete Erbe? 
Wer sind die Gefangenen, die in der Finsternis sind?
Es ist zuerst unser eigenes Herz und dann die Herzen all derer, die Gott heim rufen will, in sein wunderbares Licht und in die volle Gemeinschaft mit ihm. 

1. Zuerst sind wir gerufen, uns von Jesus Christus im "Neuen Bund" der Taufe retten und heilen zu lassen. 
Der Herr will uns aufhelfen, wo wir in Sünde fallen. 
Er will das "Land unseres Lebens, unserer Seele" wieder neu in Besitz nehmen und an die Tugenden verteilen, dass sie darin als gute Verwalter herrschen, wo zuvor die Sünde alles verwüstete und veröden ließ.
Gott will das "Land" unseres Herzens wieder neu ordnen, unsere Leidenschaften wieder aus der Verwilderung der Willkür und des Egoismus zurück führen in ein "Land", das kraftvoll und fruchtbar das Heilige, das Gute und die Gerechtigkeit kultiviert. 
Unser Herz soll wieder den Reichtum der Gnade kennen lernen, das "verödete Erbe" soll neu aufblühen, unter der Herrschaft der Gnade und der Gerechtigkeit aus dem Blut des Lammes. 

Wo die Gebote Gottes neu Gesetz und Ordnung herstellen, wo die Tugenden und die Heiligkeit wieder herrschen und alles dem ewigen Herrn dienstbar machen, ... dort wird all das geschehen, wovon Jesaja spricht, wenn er Fülle, Heil, sprudelnde Quellen, gerade und ebene Wege ... ankündigt.

2. Dann sind alle Menschen (auch durch unser Mit-Tun) gerufen, in Jesus Christus durch unser Mitwirken diesen "Neuen Bund" zu empfangen.
Der Herr will allen Menschen aufhelfen, will uns würdigen, gleich ihm zu vergeben und die Vergebung der Sünden allen zu erschließen, die sich nach Heil und Gerechtigkeit sehnen.

Der Ruf der Evangelisation, der Verkündigung, des heiligen Zeugnisses, ... all das strahlt bereits bei Jesaja anfanghaft auf und ist in Jesus Christus zur Fülle geworden. 
Der Herr hat allen, die zu ihm gehören, diesen unfassbaren, göttlichen Sendungsauftrag anvertraut! 
Wir sind heute in Christus gerufen und aufgefordert, Gottes Wort in uns so lebendig werden zu lassen, dass wir in der Fülle des göttlichen Wortes - selbst zur lebendigen Erfüllung der Verheißung werden, in unserem je einzelnen Leben!
Wir sollen in dieser Welt der sichtbare Bund in der Einheit in Jesus Christus sein! 
Wir sollen "dem Volk und dem Land" aufhelfen, sollen das "verödete Erbe" neu in Gottes Besitz verteilen und es zum Blühen bringen. Das ist jedoch unmöglich, wenn wir nur in träumender "Glaube-ist-Privatsache" versinken und selbst nicht in Anspruch nehmen, was uns geschenkt und anvertraut ist! 
Wir sind Glieder am Leib Christi, der Kirche und wir sind ein Teil des heiligen Bundes Gottes, der sichtbar in dieser Welt aufscheinen darf, zum Zeugnis für Gottes Güte und sein Erbarmen. 
Wir sind berufen, mutig und demütig, in Ehrfurcht und aufrecht, in Würde und im Selbstverständnis der Königskinder des himmlischen Vaters ... Zeugnis zu geben, für das, was Gott der Welt schenken will.

3. Wie können wir zu Gefangenen und zu denen in Finsternis sagen: "Kommt heraus und kommt ans Licht!"?
Wir können damit beginnen, dass wir vergeben, wo wir andere in die Ketten unseres Grolls und unserer nachtragenden Anklagen gesperrt haben. 
Wir können die vielen "Gefangenen" unserer Zeit befreien: die Gefangenen des Egoismus, der Konsumsucht, der sündhaften Gewohnheiten, der Langeweile, der Verzweiflung und Depressionen, der Krankheit und Hoffnungslosigkeit, die Gefangenen der orientierungslosen Pluralität und Unverbindlichkeit, ... in einem klaren Zeugnis und Bekenntnis!
Wir können im Gebet Befreiung von Gott erflehen, wo Sünde und Böses binden und festketten!
Wir können im Gebet und in persönlicher Opferbereitschaft für die Gefangenen eintreten, die den Erlöser noch nicht kennen, die ohne die Gabe des Heiligen Geistes sterben, oder ohne Gott gestorben sind. 
Wir können so vielen Gefangenen heute und jeden Tag im Geiste, im Gebet und auch im Wort und in der Tat in Gottes Namen sagen: "Kommt heraus - kommt ans Licht!"

Beten wir beispielsweise für die Ungeborenen, die getötet werden! Beten wir für die Kleinsten dieser Welt, diese Völker von vergessenen Seelen ...!
Flehen wir den Geist Gottes auf sie herab, dass er sie anrührt, wie er beispielsweise den ungeborenen Täufer Johannes berührte, erfüllte und bereits im Mutterleib berief! 

Auch Jesaja spricht heute in den ersten Versen des Kapitels davon, dass er bereits als Ungeborener von Gott angerührt und berufen wurde!
"Hört auf mich, ihr Inseln, merkt auf, ihr Völker in der Ferne! Der Herr hat mich schon im Mutterleib berufen; als ich noch im Schoß meiner Mutter war, hat er meinen Namen genannt. Er machte meinen Mund zu einem scharfen Schwert, er verbarg mich im Schatten seiner Hand. ... Er sagte zu mir: Du bist mein Knecht, Israel, an dem ich meine Herrlichkeit zeigen will." (Jes 49,1-3)

Wie viele ungeborene Kinder gehören in unserer Zeit zu den Völkern, die "in Finsternis sitzen und im Schatten des Todes" und die darauf warten, dass wir in einem gewaltigen Gebetssturm und in großer Einheit als "Propheten" aufstehen, als ein prophetischer "Bund", der dazu bestimmt ist, "ein Bund zu sein, für das Volk, aufzuhelfen dem Land und das verödete Erbe neu zu verteilen" wie wir heute in der Lesung hören. 

Wie viele "verödete Stätten finden wir weltweit in den Labors der Fertilisationskliniken", in denen "ungezählte Völker im Eis" warten! 
Wie viele Embryonen sind gefangen zwischen Leben und Tod, eingefroren und dürfen weder leben noch sterben! Wie viele Seelen irren im Dunkel dieses Elends herum und wie groß ist die Not, die hier vor Gottes Angesicht zum Himmel schreit!

Für wie viele Ungeborene wird heute das Todesurteil gesprochen? 
Wie viele Ungeborene haben heute einen "Termin" bekommen, für ihre professionelle Tötung? 
Völker! 
Ganze Völker warten im Dunkel und in Todesschatten auf ein prophetisches Volk, das ihnen das Heil Gottes erfleht!
Hören wir die Lesung heute doch mit all ihrer Macht und all ihrem drängenden Anruf an uns  - hören wir sie - als Wort Gottes direkt an unser eigenes Herz:
"So spricht der Herr: Zur Zeit der Gnade will ich dich erhören, am Tag der Rettung dir helfen. Ich habe dich geschaffen und dazu bestimmt, der Bund zu sein für das Volk, aufzuhelfen dem Land und das verödete Erbe neu zu verteilen, den Gefangen zu sagen: Kommt heraus! und denen, die in der Finsternis sind: Kommt ans Licht!"

Heute ist die Zeit der Gnade! 
Heute - immer heute ist in Jesus Christus der Tag der Rettung! Wir können im Gebet unseren prophetischen Auftrag erfüllen, wenn wir uns aufmachen und dem Wort Gottes gehorsam zu einem "Bund würden", der diesen "Völkern von Ungeborenen, Eingefrorenen, Todgeweihten" in Gottes Namen zuruft: "Kommt heraus" Kommt ans Licht!"

Der Herr will Heil und Fülle schenken, will das Leid von Hunger und Durst auslöschen. 
Wie viel Durst und Hunger nach Leben, nach Liebe, nach Vätern und Müttern, ... ist vor allem in den Völkern der Ungeborenen gegenwärtig - und Gott will ihnen Vater sein, will ihren Hunger und Durst stillen, ...! "Denn er leitet sie voll Erbarmen und führt sie zu sprudelnden Quellen."

Wollen wir die Worte Gottes wirksam und fruchtbar werden lassen und in Jesu Namen als "Propheten" in unserer Taufgnade aufstehen und diesen Völkern die Gabe des Heiligen Geistes erflehen, der lebendig macht (Ez 37,14; Joh 6,63)? 
Wollen wir den Geist Gottes in flehentlicher Fürbitte prophetisch ausgießen, den Hl. Geist, in dem der Mensch rufen kann "Abba! Vater!" (Röm 8,15; Gal 4,6)?

Wir müssen aufhören, immer nur das furchtbare Elend zu beklagen, sondern dürfen vielmehr Gottes Verheißung in Anspruch nehmen, der uns heute in der Lesung zuruft: "Doch Zion sagt: Der Herr hat mich verlassen, Gott hat mich vergessen. Kann denn eine Frau ihr Kindlein vergessen, eine Mutter ihren leiblichen Sohn? Und selbst wenn sie ihn vergessen würde: ich vergesse dich nicht."

Lassen wir nicht nur diesen Mittwoch in der 4. Fastenwoche zu einem besonderen Tag der Rettung werden - denn "zur Zeit der Gnade will der Herr uns erhören und heute ist der Tag der Rettung, an dem er helfen wird"!

Heute und jeden Tag neu "heute" dürfen wir in großer Hoffnung um den Geist Gottes bitten, der "sie voll Erbarmen leitet und sie zu den sprudelnden Quellen des Heils führt, der ihnen zuruft: Kommt heraus! Kommt ans Licht!"

"Ewiger Vater ... gieße aus über - alle Ungeborenen - den Heiligen Geist, der lebendig macht, den Geist in dem wir rufen dürfen: Abba! Vater!"



Der Antwortpsalm jubelt über das Erbarmen, die Geduld und Langmut Gottes. Er preist die Güte, in der Gottes Gnade niemals aufhört, zu rufen und heimzuholen. Der Herr will die Gebeugten aufrichten, die Gefangenen befreien, die Wankenden stützen ... und es ist die große Sehnsucht Gottes, dass sein geliebtes Geschöpf doch seine Hand ergreift. 
Ergreifen wir die rettende Hand der Gnade im Erlöser, denn der Herr liebt es gnädig zu sein und will das Heil für die ganze Schöpfung ausgießen, durch uns - wenn wir uns von ihm in Dienst nehmen lassen und erbitten, was er schenken möchte.
Wie könnte man zögern?
Wie nur könnte man diese Liebe ablehnen?
Wie wollte man sich gleichgültig abwenden und die Sehnsucht Gottes verhallen lassen?

Herr - erbarme Dich! Erbarme Dich Deines Volkes!


Im Heiligen Evangelium offenbart sich Jesus als Gottes Sohn. Er ist eins mit dem Willen des Vaters und er bezeugt, dass er tut, was er den Vater tun sieht. 
Was für gewaltige Worte der Selbstoffenbarung heute aufleuchten! "Der Sohn macht lebendig, wen er will. ... ihm ist das Gericht vom Vater übertragen, ..."
Im Glauben an den Sohn finden wir zum Vater und sind aus dem Tod ins Leben gegangen. Gericht und Leben oder Tod durch dieses Gericht - das ist die gewaltige Botschaft. 

Dann sagt Jesus etwas Unfassbares: "Amen, amen, ich sage euch: Die Stunde kommt, und sie ist schon da, in der die Toten die Stimme des Sohnes Gottes hören werden; und alle, die sie hören, werden leben."
Nicht nur die Lebenden, auch die Toten in den Gräbern werden seine Stimme hören und aus ihren Gräbern auferstehen. 
Können Tote hören? Das ist unvorstellbar für uns - und doch sagt Jesus, dass die Toten auf sein Wort hin leben werden, das sie hören werden.
Gottes Wort ist so gewaltig, so mächtig und voller Leben, dass selbst die Toten es vernehmen können und aus den Gräbern kommen.

Hier deutet Jesus auf eine vielfache Wahrheit hin.
1. Gottes Wort ist Leben! 
Auf Gottes Wort hin ist alles geworden (Joh 1,3) und sein Wort ist Wahrheit. Gott spricht und es ist. (vgl. Gen 1,3ff) Gott spricht und sein Wort kehrt nie leer zu ihm zurück, sondern bewirkt als das, wozu er es gesandt und gesprochen hat. (Jes 55,11)
2. Gott ist Souverän! 
Auf Gottes Wort hin gehorchen die Gesetze der Natur seinem Willen und nicht nur ihrer eigenen Natur. Im Wort weckt Jesus Tote auf und offenbart den Vater.
3. Jesus ist das menschgewordene WORT Gottes! 
Der Sohn Gottes ist Mensch geworden und sein Wort ist war im Anfang, war bei Gott und ist Gott. Alles, was ist, lebt aus dem Wort Gottes, im Atem des Wortes Gottes und wird in seinem Wort heim geholt.
4. Durch das Wort sind wir auch zum Leben gekommen, denn in Christus sind wir gerecht gemacht. Er selbst ist das menschgewordene, lebendige WORT!
Alles bezieht sich hier im Wort Gottes und dem Gericht Gottes auf die ewige Vollendung. 
Sein Wort ist Leben oder Gericht - und das betrifft Lebende und Tote. 
Hier ist die Auferstehung in der Taufe ebenso lebendig, wie jedes "Totenerweckungswunder" des Bußsakramentes im geistlichen Vollsinn.
...
So viele kostbare Gedanken wollen sich hier erschließen und wir dürfen dieses Wort Gottes nicht nur hören, es lesen, es im Herzen und im Verstand tragen und erwägen! 
Wir dürfen sogar selbst zu Kündern des Wortes Gottes werden, denn wir sind im Heiligen Geist und in der Kindschaft Gottes gesandt, das WORT überall zu verkünden und in dieser Vollmacht am Reich Gottes mitzuwirken.
Ist das zu fassen!? Wir - wir dürfen dieses Wort des Lebens lesen, hören, im Herzen bewegen und wir dürfen es hinausrufen, in eine Welt im Dunkel des Todesschattens! Wir dürfen besonders im Gebet das Wort, das Leben schenkt, den Völkern von "Toten" zurufen und das Wort selbst wird sich Gehör verschaffen und sogar Tote auferwecken.
Aber es braucht Rufer! Es braucht Künder! Es braucht Beter!

Das Wort vertraut sich UNS an!

Uns ist dieses WORT auf die Lippen gelegt - und wie sehr missbrauchen wir die Gabe des Wortes oft, statt unseren heiligen Dienst voll Freude und Ehrfurcht zu tun!
Uns ist dieses Wort Gottes in der Heiligen Schrift anvertraut - und wir wenig schätzen wir dieses Heilige Gut, das wir in Händen halten und lesen, denken, sprechen, küssen ... dürfen? 
Uns ist die Vollmacht des Wortes anvertraut, denn wir dürfen künden, was Gott offenbart! Wir sind unsagbar begnadet, denn was wir beispielsweise im Sakrament der Versöhnung in Reue bekennen, wird uns vergeben!
Wir dürfen im Wort und in der Tat einander vergeben - eine göttliche Gabe!
Wir dürfen sogar zum Vaters sprechen, wie der Sohn und in der Kraft und Vollmacht des Heiligen Geistes - z.B. im Gebet des Herrn (dem Vaterunser), das der Heilige Geist in uns lebendig sein lässt.

Wir dürfen in der Fürbitte, in prophetischem Gebet und Wort, ... zu Gott rufen, einander zurufen und Jesus lässt uns teilhaben, an seiner Sendung, die er vom Vater hat!

Können wir die Fülle dieser Gnade je ermessen?
Können wir erahnen, was uns anvertraut ist?

Nutzen wir doch die Gabe des heiligen Wortes und verschwenden wir nicht das kostbare Privileg der Gnade durch Sünde und unnütze Dispute, Rechtfertigungen, Klagen oder gar Anklagen! 

Wie erschütternd ist das Wort aus dem Matthäusevangelium, das uns mit tiefem Ernst mahnt: "Ich sage euch: Über jedes unnütze Wort, das die Menschen reden, werden sie am Tag des Gerichts Rechenschaft ablegen müssen" (Mt 12,36)

Erflehen wir den Heiligen Geist Gottes, dass unsere Worte Heil und Rettung bringen, statt Gericht und Elend!
Flehen wir, dass der Heilige Geist in uns den Worten jene Vollmacht verleiht, die Tote auferwecken, den Völkern das Heil erwirken und Erhörung finden vor Gott.
Rufen wir den Gefangenen zu: "Kommt heraus!" und zu den Völkern in der Finsternis: "Kommt zum Licht!"

Hören wir auf, immer nur um uns selbst zu kreisen, von uns zu erzählen, von uns zu sprechen, uns zu verkünden, unsere Belange, unsere Ideen, unsere Vorzüge ... zu verkünden.

Statt uns selbst immer und überall ins rechte Licht zu rücken und unsere kostbare Gabe des Wortes für uns und unseren Egoismus zu missbrauchen - künden wir doch, was unser Herz am Herzen Gottes erlauscht. 

Das ist es, was der Herr uns heute im Besonderen lehrt!
Selbst der Sohn Gottes tut nicht einfach das, was ihm in den Sinn kommt, sondern er tut alles, was der Vater ihm aufträgt!
Er richtet, wie er es vom Vater hört!
Er will einzig, was der Vater will und er ist der ganz und gar der "HORCHENDE" ist und darum auch der vollkommen "GE-HORCHENDE"!




Beten wir vereint mit den anderen mächtigen Dienern des Wortes Gottes und flehen wir heute zu den Heiligen Engeln vor allem für die Kleinsten, für die Ungeborenen dieser Welt, für die Völker der Kleinsten, die in Finsternis und Todesschatten sind und denen wir in prophetischem Dienst das Wort des Lebens zurufen:

Ihr Heiligen Engel des allmächtigen Gottes,
sammelt die Völker der Kleinsten, 
all die ungeborenen Menschenkinder dieser Welt
und tragt sie vor das Heiligste Angesicht des liebenden Schöpfers:
Sammelt die unzähligen Kinder, die im Mutterleib den Tod finden.
Sammelt all die Kleinen, die im frühesten Stadium ihres Lebens zu einer Existenz zwischen Leben und Tod verurteilt sind, 
die als eingefrorene Embryonen weder leben noch sterben dürfen und deren Seele keinen Frieden findet.

Ihr Heiligen Engel des allmächtigen Gottes,
sammelt die Völker der Kleinsten, 
all die ungeborenen Menschenkinder dieser Welt
und tragt sie vor das Heiligste Angesicht des himmlischen Vaters:
Sammelt all die vergessenen Menschenkinder, 
die für die Wissenschaft und den Egoismus künstlich gezeugt, so vielfältig missbraucht und dann "entsorgt" / getötet werden, 
und tragt ihre Not ins Herz des Erlösers,
dass der Herr und Heiland ihnen Trost und Helfer sei.

Ihr Heiligen Engel des allmächtigen Gottes,
sammelt die Völker der Kleinsten, 
all die ungeborenen Menschenkinder dieser Welt,
und tragt sie vor das Heiligste Angesicht des lebendigen Gottes:
Sammelt all die Völker von Lebenden und Toten, 
die der Herr selbst heute zu sich ruft 
und bringt sie zum Thron der Gnade
vor das Lamm Gottes, 
von dem alle Rettung kommt. 

Ihr Heiligen Engel des allmächtigen Gottes,
sammelt die Völker der Kleinsten, 
all die ungeborenen Menschenkinder dieser Welt
und tragt sie auf starkem Arm aus allen Himmelsrichtungen 
zu den Pforten des Heiles, 
vor das heiligstes Angesicht des dreifaltigen Gottes,
denn in ihm ist das Leben, das Heil und alle Hoffnung!

Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. 
Amen.

(Michaela Voss)
aus: www.gebet-für-die-ungeborenen.de

© 13.03.2013 / 21.03.2012 Michaela Voss 
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