Evangelium-vom-Tag.de

Tägliche Betrachtung zu den liturgischen Tageslesungen.
(Ein kleines Projekt zur Neuevangelisierung - nicht nur im Jahr des Glaubens)
Das Angebot richtet sich an Menschen, die dem Wort Gottes eine angemessene, längere Zeit widmen möchten - es ist also kein schnelles "Mc-Evangelium" im "Fastfood-Trend", sondern will zu intensivem Betrachten anregen. Die Gedanken hier sind dabei nur anfanghafte Impulse zum tieferen Eintauchen in den Reichtum des Wortes Gottes.
Gottes Segen allen Besuchern.

Auf vielfache Bitten hin haben nun die Vorbereitungen begonnen, die fortlaufenden Betrachtungen in Buchform zu fassen und für den Druck aufzubereiten. Aus Urheberrechtsgründen sind daher nur nur noch Leseproben hier veröffentlicht. Voraussichtliches Erscheinungsdatum des ersten Bandes ist noch nicht festgesetzt.

Freitag, 26. April 2013

4. Wo. Osterzeit - Freitag

Geistlicher "Routenplaner" 


4. Woche der Osterzeit - Freitag

1. Lesung:       Apg 13, 26-33
Antwortpsalm: Ps 2, 6-7.8-9.10-11 (R: 7bc)
2. Lesung:       
Evangelium:    Joh 14, 1-6
Direkt zum      Schott-Messbuch

In der heutigen Lesung legt Paulus wieder die prophetischen Worte der Heiligen Schrift seiner Verkündigung des Evangeliums zugrunde.
Alles ist in Gottes Plan eingebunden und durch Gottes Gnade geheilt. Paulus sagt nicht, dass es richtig war, den Herrn ohne Grund zu töten ... er sagt jedoch, dass Gottes Gnade und Herrlichkeit das Tun des Menschen nicht nur überwindet und in der Auferstehung wandelt, sondern auch, dass er alles im Voraus verkündet hat, damit selbst die Sünde der Verherrlichung Gottes dienen muss, weil sie bereits erkannt war und doch die Gnade über sie triumphierte.
Wir stehen oft vor dem Rätsel, ob denn alles vorherbestimmt ist - dann wären wir ja unfrei und keine unserer Taten müsste dann von uns verantwortet werden. Gottes Allwissenheit und Allmacht bedeutet nicht, dass wir Marionetten sind, sondern dass er um jede mögliche Variante unserer Entscheidungen und deren weitreichende Folgen weiß - und die Macht besitzt, alles zu wandeln, wenn wir der Wandlungsgnade zustimmen und sich nichts seiner Allmacht entzieht. Nichts kann Gottes Herrlichkeit mindern - er jedoch will unsere Seligkeit mehren - in jeder denkbaren Situation - sofern wir der Gnade folgen.

Der Tod des Herrn war furchtbar, der Frevel unaussprechlich, die Sünde ist ein Abgrund ... dennoch ist der Herr - DER HERR - und in ihm will selbst der Gottesmord Erlösung finden.

Das ist die mächtige Botschaft des Paulus: "Gott aber hat ihn von den Toten auferweckt".
Wenn wir das Wort und die Botschaft Jesu annehmen und umkehren, dann ist nichts unmöglich und alles in Gott geheilt und gewandelt.
Wenn wir sein Wort und seine Botschaft nicht annehmen und nicht umkehren, sondern bei uns selbst stehen bleiben, dann verlieren wir, was uns geschenkt wäre und die ganze Last der Sünde und Finsternis erdrückt uns.
Die Verkündigung der Erlösung ist die Verwirklichung der Verheißung Gottes und wir sind Gottes geheiligte Kinder, wo wir bekennen, umkehren und uns erlösen lassen.

Kein Gremium der Welt, keine Konzepte und noch so klugen Pläne ... können uns geben, was uns in der Erlösung Jesu geschenkt sein möchte.
Nichts kann uns von der Verheißung Gottes trennen - außer unsere Verweigerung.
Das ist Trost und Anspruch, Hoffnung und Mahnung, Freude und tiefster Ernst!
Das ist Verheißung und Warnung, Erfüllung und Ende in Jesus Christus und an uns liegt es, ob wir hören und dem Herrn folgen, oder das Heil an uns vorüber ziehen lassen, ohne daran teilhaftig zu werden.
Eigentlich ist es keine schwere Wahl. Wählen wir doch das Leben Gottes!

Der Antwortpsalm fasst dies zusammen in seiner Verheißung vom Erbe als Kind Gottes und der Mahnung an die Einsicht der Herrscher. Wir sind diese "Könige", denn uns ist das Reich anvertraut und wir bestimmen den Lauf der Dinge durch Gottesfurcht oder Hochmut ...!

Johannes lässt uns dem Wort Jesu im Evangelium lauschen: "Euer Herz lasse sich nicht verwirren. Glaubt an Gott, und glaubt an mich!" 
Wie schwer fällt uns das manchmal. So vieles begegnet uns tagtäglich, was uns wirklich verwirren will, unser Herz verdreht und uns von Gottes Angesicht weg führen will. 
Jesus sagt uns, wie wir den Frieden bewahren können, wie unser Herz ruhig werden kann. 
Es ist der Blick des Glaubens und die Ewigkeitsperspektive. 
Der Glaube, der Blick auf Gott, auf den Herrn schenken wieder das Gleichmaß, die Mitte, die rechte Ausrichtung und das rechte Gewicht, ... wo uns das Chaos der Welt und der Ereignisse verwirren wollen. 

Der Ewigkeitsblick, den die "Adlerseele" Johannes immer neu zum Leuchten bringt, ist hier der Weg in Jesus Christus, der alle Verwirrung überwindet.
"Im Haus meines Vaters gibt es viele Wohnungen. Wenn es nicht so wäre, hätte ich euch dann gesagt: Ich gehe, um einen Platz für euch vorzubereiten?
Wenn ich gegangen bin und einen Platz für euch vorbereitet habe, komme ich wieder und werde euch zu mir holen, damit auch ihr dort seid, wo ich bin."
Unser Herz soll sich nicht verwirren lassen, weil wir in Jesus Christus das Heil und die Erlösung haben. 
Der große Verwirrer und Durcheinanderbringer, das ist der Satan, ist die Eigenschaft der Sünde und ihrer Folgen.
Verwirrung und Durcheinander sind das Gegenteil der göttlichen Ordnung und Harmonie.
Verwirrung und Durcheinander sind immer Symptome, die uns deutlich machen, dass ein "Richtungswechsel" und "Umkehr" nötig sind. 
Ein verwirrtes Herz kann nicht mehr unterscheiden, ist handlungsunfähig, leidet unter den verdunkelten Seelenkräften und unter dem Fluch des Angst, die immer mehr Raum fordert.
Im Glauben an Jesus finden wir den Ausweg, den Heimweg, die Heilung und den Frieden, der eine Gabe und eine Wesens-eigenschaft des Heiligen Geistes ist.
Mit welcher Liebe und Sorge begründet Jesus diesen Frieden im Himmel. 
Er verspricht kein schnell wirksames "Schmerzpflaster" für diese kurze Lebenszeit hier auf Erden, nicht eine vordergründige Situationsverbesserung, eine schnelle Betäubung, ... sondern der Herr legt den Grund in der Ewigkeit.
Damit nimmt er alles, was uns hier auf Erden bewegen will und verankert es im himmlischen Jerusalem, im Vaterhaus. 
Unsere Hoffnungen gründen nicht in dieser gebrochenen Weltzeit - sondern im Herzen Gottes.
Was für wunderbare Worte, die davon sprechen, dass Jesus uns eine Heimat und eine Wohnung im Himmel bereitet - während wir doch schon in dieser Welt bereits Wohnung des Heiligen Geistes sein dürfen! 
Jesus wird einst kommen, um uns dorthin zu holen, dass wir dort sind, wo er ist - und schon heute kommt er zu uns, um immer dort zu sein, wo wir sind, damit wir niemals mehr allein sind und der Satan niemals mehr die Macht haben soll, unseren Frieden und die heilige Ordnung der Gnade zu stören. 
Selbst die Sünde soll nicht mehr über uns herrschen, wo wir sie sofort dem Herrn übergeben und schon heute in der Vergebung der Erlösung leben.

Der Weg dorthin führt über das Heilige Kreuz! 
Jesus spricht nicht davon, dass alles schmerzfrei sein wird - aber er verspricht und jene mächtige Wandlungskraft, die aus dem Schmerz hinein in das unfassbare Osterleuchten finden darf.
Wenn wir erahnen, dass unser Leben vom Kreuz nicht zerstört wird, dass uns auch der Weg des Leidens nicht von der Herrlichkeit und Liebe Gottes trennt, sondern uns ihm sogar noch inniger verbinden kann, ... der wird schon allein darin Frieden und Zuversicht finden.
Der Glaube zeigt uns nämlich, welches Ziel und welche Wandlung überall in Christus verheißen ist. Wie könnten wir verwirrt sein - egal, was uns begegnet - in dem heiligen Glaubenswissen, dass alles dienen kann, dass alles durch Jesus Christus einen Ewigkeitswert erhält, ...!
Wie könnten wir verwirrt sein, wenn wir im Blick auf Jesus wissen, dass immer und überall die Gnade Gottes mit Macht und auch im Verborgenen wirksam ist.
Das ist unser Weg - der Weg der Hoffnung, des Glaubens, der Zuversicht, denn wir wissen im Glauben, dass es nichts mehr gibt, was nicht im Erlöser den Weg zum Himmel und zur Heimat in der Seligkeit der Umarmung Gottes werden will.
Jesus gibt der Frag des Thomas die gewaltige Antwort, vor der die Engel des Himmels sich anbetend in den Staub dieser Erde neigen: "Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater außer durch mich." 
Wir gehen nicht irgendwie!
Wir gehen nicht irgendwohin!
Wir gehen nicht einfach blind und ungewiss!
Der Herr selbst ist der Weg, der sich unter unsere Füße breitet. 
Er, der Herr macht sich zum Weg! Dass wir doch nicht auf ihm ignorant und ohne Glauben "herumtrampeln" mögen! Dass wir doch unsere Schuhe der Vorbehalte und Ängste abstreifen und voll Vertrauen und in engster Berührung uns tragen lassen, wohin der Herr uns führt - er, der Weg!
Der Herr selbst ist die Wahrheit, die uns leuchtet und alles prüft, beurteilt und in die rechte Richtung hinaufstrahlt, so dass wir nicht mehr im Dunkel dieser Zeit das Ziel aus den Augen verlieren müssten. Dass wir doch aufhören, zu zweifeln und das Licht zu verdunkeln. Dass wir doch die Wahrheit mit Hingabe und Aufmerksamkeit studieren, alles an Christus messen, statt an der dunklen Weltweisheit ...!
Der Herr selbst ist das Leben, das uns verheißen ist, in dem wir sind und sein werden. Dass wir doch nicht das Leben dieser Welt verschwenden, sondern schon hier aus der Quelle des ewigen Lebens schöpfen würden. Dass wir doch schon heute das Leben der Gotteskinder führen, das uns zu leuchtenden Zeugen der Herrlichkeit und Liebe Gottes macht, die wir erwählt und berufen sind, schon hier in dieser Zeit - die Ewigkeit hereinstrahlen zu lassen.


Gebet:

HERR und ERLÖSER!
Nimm unser Herz 
in DEINE heiligen, durchbohrten Hände
schütze uns, birg uns, halte uns fest,
damit wir in DIR Ruhe und Frieden finden 
in aller Unrast und Verwirrung dieser Welt!

Hauche uns an, mit dem HEILIGEN GEIST, 
DER allen Pestgestank des Bösen 
und der Sünde mit Macht vertreibt,
damit wir in der heiligen Ordnung der Gnade 
alle Verwirrung überwinden.

Nimm uns auf, 
dass wir durch DICH und in DIR 
den Weg der Gnade, des Himmels getragen sind 
und der heilige Boden 
DEINER Gebote und der Erlösungsgnade uns stets trägt!

Strahle das Licht DEINER Wahrheit in unser Leben, 
so dass wir alles in DEINEM Licht betrachten lernen, 
statt tastend uns von der Welt täuschen zu lassen.

Sei DUin uns lebendig 
und vollende unser Leben 
im Geheimnis von Kreuz und Auferstehung, 
denn in DIR will der Vater verherrlicht sein 
und uns teilhaben lassen an SEINER Herrlichkeit,
durch den HEILIGEN GEIST, 
DER schon heute in uns wohnen will, 
bis wir einst ewig wohnen dürfen 
in der himmlischen Heimat, 
die DU selber bist. 
Amen.


© 26.04.2013 / 04.05.2012 Michaela Voss 
Die Gedanken und betrachtenden Texte dieser Seiten unterliegen dem Urheberrecht und verstehen sich als persönliche und private Impulse zum Nachdenken (unbeschadet der unbeschränkten Anerkennung aller kirchlichen Lehräußerungen).



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